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Advanced Dashboard Design

Advanced Dashboard Design – so lautete die Ausschreibung von BI-Podium für einen 3-tägigen Workshop bei Stephen Few in Utrecht, in den Niederlanden. Hm, ein Workshop bei einer der wichtigsten Persönlichkeiten im Bereich der Datenvisualisierung? Googelt man nach Stephen Few erhält man knapp 70 Tsd. Treffer. Fews Arbeit basiert auf wissenschaftlich fundierten Erkenntnissen aus der Wahrnehmungspsychologie. Von Visualisierungsaltmeister Edward Tufte nachhaltig geprägt, vermeidet er in seiner Arbeit jegliche Effekthascherei. Farben setzt er bspw. sparsam und dezent ein.
Ich besuchte bereits 2 Kurse bei ihm und empfand die Atmosphäre als sehr konstruktiv und habe großen Nutzen daraus gezogen. Also mutig anmelden.

Vorbereitung

Die erste Überraschung: Herr Few wünscht eine Arbeitsprobe. Damit möchte er sicherstellen, dass alle Teilnehmer zum Attribut „advanced“ passen und ähnliche Voraussetzungen mitbringen. Einige Tage später dann die Einladung. Neben mir noch 8 weitere Teilnehmer. Nur 9 insgesamt. Wow.
Als Vorbereitung sollte sich jeder Teilnehmer ein Thema überlegen, zu dem er ein Dashboard bauen möchte. Was ist nun ein Dashboard? Meinungen und Interpretationen gehen recht weit auseinander. Stephen Few definiert ein Dashboard als Informationsanzeige, die Menschen in ihrem speziellen Aufgabenbereich verwenden, um sehr schnell aktuelle Situationen erkennen und ggf. zeitnah reagieren zu können.

Dashboard Design

Quelle: Stephen Few, Information Dashboard Design, S. 221

Der Workshop

Einige Wochen später trafen sich die Protagonisten voller Tatendrang in einem schönen Hotel am Stadtrand von Utrecht. 6 Holländer, eine Amerikanerin, ein Kubaner und ein Deutscher. Was folgte waren 3 arbeits- und erfahrungsreiche Tage. Jeder Teilnehmer entwickelte seine Dashboard-Ideen Schritt für Schritt in einen mit einer Software erstellten Prototypen. Sehr aufschlussreich war, zu sehen wie Stephen Few dabei vorgeht. Die Zwischenergebnisse wurden immer wieder in 3er-Teams diskutiert und weiterentwickelt. Der Austausch mit Kollegen aus zumeist anderen Unternehmensbereichen war inspirierend. Hier sind internationale Kontakte geknüpft worden. Und alle waren sich einig: Angesichts stetig wachsender Datenbestände wird die Bedeutung der Datenvisualisierung weiter zunehmen. Also packen wir es an. Wir sind bereit.